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Sind Sie von den neuen Geräten, wie Smartphones und Tablet-PCs auch so begeistert?

Die besondere Bedeutung des Materials Lithium in unserer Welt

Sind Sie von den neuen Geräten, wie Smartphones und Tablet-PCs auch so begeistert? Fragen Sie sich manchmal auch, warum es so lange gedauert hat bis die großen klobigen PCs von damals endlich so klein wurden? Nun, ein klein wenig kann ich heute Licht auf diese Frage werfen. Es liegt nämlich vor allem an den Möglichkeiten der Akkutechnik. PCs generieren enorme Mengen an Wärme, bedingt durch ihre Kupferleitungen. Dadurch wird unbeabsichtigt auch sehr viel Energie verbraucht, die dem Gerät ständig von außen neu eingeführt werden muss.

Während das am Arbeitsplatz oder Zuhause dank Steckdosen kein Problem ist, hat man da mitten in einem Wald schon deutlich schlechtere Karten. Die dicken Batterien, welche man noch für Gameboys verwendete sind schlichtweg zu schwach, um Laufzeiten zu ermöglichen, die den Einsatz von Smartphones überhaupt sinnvoll erscheinen lassen. Wer möchte schon alle 5 Minuten Batterien wechseln, nur um Internet surfen zu können. Zum Glück entdeckte der Schwede Johan August Arfwedson bereits 1817 das Material Lithium. Es ist ein leicht entzündliches und ätzendes Material, welches lange Zeit nicht zum Einsatz kam, da man es schlichtweg nicht verarbeiten konnte.

Das änderte sich 1917, dank dem deutschen Chemiker Wilhelm Schlenk. Doch auch dort blieben die energiespeichernden Eigenschaften von Lithium lange Zeit völlig unbemerkt. Man benutzte es lieber als Schmiermittel oder in der Glasindustrie im zweiten Weltkrieg. Seinen heutigen Ruhm verdankt es heute nicht zuletzt auch einer eher zweifelhaften Erfindung. Denn aus Lithium lässt sich das Material Tritium gewinnen, welches eine der Hauptbestandteile von Wasserstoffbomben ist. Man begann also mitten im kalten Krieg mit der Förderung riesiger Mengen Lithium, um den Bedarf solcher Bomben zu decken. Da so viele dieser Förderungsanlagen aufgebaut wurden und es nach dem Ende des kalten Krieges und er ausreichenden Deckung der Bombenvorräte zunächst keine Verwendung mehr für Lithium im Militär gab, standen dem Weltmarkt plötzlich riesige Reserven zur Verfügung.

Lithium wurde günstig genug, um daraus leistungsstarke Batterien herstellen zu können und nach langen Jahren weiterer Forschung wurden schließlich Lithium-Ionen-Akkus gebaut, die so stark sind, das sie selbst leistungsstarke Prozessoren über mehrere Tage hinweg antreiben können. Doch nicht nur als Akku wird dieses Material heute verwendet.

Seit 1952 wird es auch sehr erfolgreich in der Behandlung depressiver, schizophrener und manischer Patienten eingesetzt, um diese ruhiger zu machen. Die beruhigenden Eigenschaften von Lithium auf den Menschen wurden, nämlich 1949 von dem australischen Psychiater John Cade entdeckt, als er Meerschweinchen kleine Dosen Lithiums verabreichte. Diese reagierten daraufhin weniger stark auf Reize von außen, ohne dabei jedoch schläfrig zu werden. Die Lithiumtherapie war geboren, die ein wichtiges Mittel zur Bekämpfung psychischer Erkrankungen darstellt. Die Dosen die bei der Therapie jedoch verabreicht werden können, sind äußerst gering. Denn Lithium verhält sich im Körper genauso wie Natrium. Das bedeutet, dass sich dessen Anteil im Körper dramatisch erhöhen kann, wenn der Mensch beispielsweise durch Sport anfängt zu schwitzen. Deshalb dürfen nur sehr geringe Dosierungen verwendet werden, welche den derzeitigen Lebensumständen und dessen Sportgewohnheiten angepasst werden müssen.

Mit diesem Artikel wollten wir Ihnen die besondere Bedeutung des Materials Lithium in unserer Welt näher bringen. Nicht nur das es moderne Technik immer kleiner werden lässt. Es verhilft Psychologen auch zu immer neuen Durchbrüchen bei der Behandlung von psychischen Erkrankungen.

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Gründer von PC-Pedia.de - Ich schreibe über alles, was mich in der Welt der Technik interessiert. Natürlich dürfen hier auch Games nicht fehlen. ;) Meine letzten Testberichte: Nokia Lumia 720 Unboxing & Hands-on (Video) & LG 23ET83 – 23 Zoll Full HD Touch-Monitor im Test
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